Arda

Ekel Vor Sex
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Mangelnde Hygiene, unerwünschte Angewohnheiten des Partners oder auch bestimmte Erlebnisse in der Partnerschaft können zu Ekelgefühlen führen.

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Niederländische Wissenschaftler haben nun festgestellt, wie sich die Ekelschwelle bei Frauen anheben lässt. Man braucht dazu nur einen Erotikfilm. Beim Sex allerdings ist man mit allen diesen Dingen konfrontiert.

Wieso ekeln sich die Partner dann nicht voreinander? Das hatte sich bereits Sigmund Freud gefragt: Ein Mann, der den Mund eines schönen Mädchen leidenschaftlich küsse, könnte sich bei der Vorstellung ekeln, die Zahnbürste der Frau zu benutzen, stellte er fest. Wissenschaftler der Universität Groningen teilen die Verwunderung des Begründers der Psychotherapie - und haben sich auf die Suche nach einer Antwort gemacht.

Und die lautet ihnen zufolge schlicht und einfach: Sexuelle Erregung beeinflusst unsere Wahrnehmung so, dass die Ekelschwelle vorübergehend heraufgesetzt wird. Nachdem Studien an Männern bereits Hinweise auf einen solchen Zusammenhang ergeben hatten, haben Charmaine Borg und Peter de Jong ihn nun bei Frauen überprüft.

Sie zeigten 90 heterosexuellen Frauen entweder einen erotischen Film, ein Sportvideo, das den Adrenalinspiegel heben sollte, oder einen neutralen Spot.

Dass die Bilder nicht der Realität entsprachen, wussten die Probandinnen nicht. Hinweise auf eine ähnliche Tendenz fanden die Forscher auch in Bezug auf die anderen Handlungen - allerdings war der Unterschied hier nicht ifikant.

Wie die Psychologen im Fachmagazin Plos One berichten, führten fast 90 Prozent dieser Studienteilnehmerinnen die gestellten Aufgaben tatsächlich selbst aus - ob es sich um Aktionen handelte, die irgendwie mit Sex verbunden waren oder nicht. Von den anderen Frauen waren dazu nur 65 Prozent Sportfilm bzw. Zwar hatten die in der Studie gestellten ekligen Aufgaben wenig mit normalem Sex zu tun.

Ekel dient vermutlich unter anderem dazu, uns vor Infektionen zu schützen. Ohne Sex allerdings stirbt eine Art, die sich von Natur aus nicht auf jungfräuliche Weise vermehren kann, aus. Es ist deshalb eigentlich keine Überraschung, dass der Ekelfaktor zurücktritt, wenn einvernehmlicher Sex in Aussicht steht.

Was passiert in einer sexualtherapie?

Das Besondere an der Studie ist jedoch, dass es den Wissenschaftlern gelungen ist, einen direkten Zusammenhang zwischen der sexuellen Erregung und der erhöhten Ekelschwelle zu beobachten. Und zwar nicht nur in Bezug auf die Wahrnehmung, sondern auch auf die Bereitschaft, zu handeln.

Darüber hinaus deuten die Ergebnisse darauf hin, dass bei Frauen, die zu wenig sexuell erregt sind, die Ekelschwelle unzureichend steigen und der Sex dann sogar als unangenehm empfunden werden könnte. Letztlich könnte der Ekelfaktor demnach sogar mit Sexualstörungen zusammenhängen, vermuten die Psychologen. Detailansicht öffnen.

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